Newsarchiv

26.05.2015

Ein Jahr "Recht auf Vergessen"

Über 250.000 Löschanträge in einem Jahr

Vor einem Jahr, im Mai 2014, hat der europäische Gerichtshof dem Suchmaschinenanbieter Google angewiesen, dass er „Verweise auf Webseiten mit sensiblen persönlichen Daten aus seiner Ergebnisliste streichen muss“ - dies wurde in den Medien das „Recht auf Vergessen“ genannt.

Innerhalb dieses Jahres wurden über eine viertel Million Löschanträge für beinahe eine Millionen URLs beantragt, von diesen Anträgen wurden ca. 40% stattgegeben.


Dies bedeutet, dass man Ergebnisse, die in Verbindung mit Suchen nach einem Eigennamen stehen, löschen lassen kann, wenn diese gewisse Kriterien erfüllen. Suchanfragen aus Europa würden dann die entsprechenden URLs nicht mehr in der Ergebnisliste präsentiert bekommen, die Webseite mit dem fraglichen Inhalt bleibt jedoch online. Ein Problem bei der Sache ist, dass diese Kriterien vom Gericht nicht konkret formuliert wurden und man als Antragsteller nicht weiß, ob man erfolgreich ist.


Eine komplette Löschung ist also nicht möglich, außerdem gibt es ja auch noch weitere Suchmaschinen, man müsste diese Anträge also bei jeder einreichen.Yahoo und Bing bieten dies seit Ende 2014 an.

So schnell vergisst das Internet also doch nicht.

 

Quelle: Heise.de