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23.06.2015
Von: HK

Eltern haften für ihre Kinder – auch im Netz

Aktuelles Gerichtsurteil zu illegalen Musik-Downloads

Am Donnerstag, den 11.06.2015, hat der Bundesgerichtshof (BGH) ein wichtiges Urteil zum Thema Filesharing und illegale Musikdownloads gefällt. In drei Fällen wurden Inhaber eines Internetanschlusses zu hohen Schadensersatzzahlungen verurteilt. Mit diesem Urteil bestätigt das höchste deutsche Zivilgericht, dass Eltern für ihre Kinder haften, wenn diese im Netz illegal Musik tauschen. Als Begründung führen die Richter an, dass die Eltern nicht nachweisen konnten, dass sie zuvor ihre Kinder hinreichend über mögliche Rechtsverstöße im Netz aufgeklärt hatten.

Es ist nämlich so, dass Eltern nicht haften, wenn sie ihre Kinder darüber aufklären, dass urheberrechtlich geschützte Werke über Filesharing-Programme gesetzeswidrig sind und hierfür feste Verbote aufgestellt haben. Doch wie können Eltern in solch einer Situation dem Richter bescheinigen, dass das Kind ausreichend unterrichtet wurde?

 

Netzdurchblick hat die Lösung! Unser Team hat einen neuen „Urheberrechts-Workshop für Jugendliche“ konzipiert, welcher in Schulen, Bibliotheken und weiteren Medieneinrichtungen durchgeführt werden kann. Worum es dabei geht? Die Jugendlichen bekommen sowohl theoretischen als auch praktischen Input zu dem Thema „Urheberrecht“ mit dem Schwerpunkt zum Thema Musiknutzung im Netz. Zum Abschluss gibt es für jeden Teilnehmer einen kleinen Wissenstest: Wer diesen besteht, bekommt ein Netzdurchlick-Urheberrechts-Zertifikat. Mit diesem Zertifikat können Eltern nachweisen, dass sie ihr Kind über Urheberrechtsverstöße im Netz aufgeklärt haben.

Nächster Workshop-Termin:
Mittwoch, den 15. Juli 2015 um 16:30, HAW Hamburg, Finkenau 35
Anmeldung erbeten unter: <presse@netzdurchblick.de>

Hier geht’s zu den Materialien für den Urheberrechts-Workshop!

 

Quelle