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07.07.2015
Von: HK

Spielend durchs Studium?

Mehrere Universitäten bieten inzwischen Stipendien für Computerspieler

Wer später gerne einmal im Ausland studieren möchte und ein sehr guter Computerspieler ist, der kann sich Hoffnung machen, dass die Studiengebühren vielleicht durch ein Stipendium abgedeckt werden könnten:

Es begann im letzten Jahr und weitet sich langsam ein wenig weiter aus. 2014 verkündeten die „Chung Ang“-Universität in Korea und die „Robert Morris University" in Chicago, dass sie zukünftig eSportlern (das sind Spieler, die im Profibereich bestimmte Computerspiele beherrschen) Stipendien ermöglichen. Somit werden eSports auf eine Stufe mit den bisher üblichen Sportstipendien gestellt. Inzwischen hat eine weitere Universität, nämlich die „University of Pikeville“ in Kentucky [engl. Link], ein Förderprogramm im eSportsbereich begonnen. Mit den Stipendien sollen College-Teams aufgebaut werden, die dann in Turnieren bei Spielen wie League of Legends, Starcraft II oder Hearthstone antreten und sich mit Teams aus aller Welt messen.

Bewerber müssen ein Können auf hohem Niveau zeigen werden später, genau wie die Stipendiaten der traditionellen Sportarten, ein spezielles Trainingsprogramm (geleitet von einem Chefcoach) neben ihren Kursen absolvieren müssen und gewisse Auflagen bezüglich ihrer Durchschnittsnoten haben. Dafür bekommen sie dann eine Art Gehalt, das auf die Studiengebühren und Wohnmöglichkeiten am Campus verwendet wird.

Ob sich der Trend weiter ausbreitet bleibt natürlich abzuwarten, die Zahl der Colleges ist bisher gering und ob mehr dazu stoßen ist derzeit nicht abzuschätzen. Und bisher gibt es so etwas nur in den USA und Korea, europäische Unis bieten im Moment nichts Vergleichbares an.

 

Der Bereich der eSports ist ein stetig wachsendes Ereignis, das in Korea auch schon mal ganze Stadien füllen kann und online mehrere zehntausend Zuschauer an die Bildschirme bringt. Die Spieler sind dabei Profis, die ihr Geld mit ihren Turniereinnahmen und Sponsoren verdienen.

 

Quelle: New York Times [engl. Link]