Abmahnung – und was nun?

Abmahnungen sind so ähnlich wie gelbe Karten beim Sport, und beide sollte man besser ernst nehmen! Wenn du sie ignorierst, droht noch mehr Ärger. In jedem Fall solltest du mit deinen Eltern oder einem Erwachsenen sprechen, dem du vertraust.

Eine Abmahnung ist wie eine Verwarnung zu verstehen. Wenn jemand etwas an deinem Verhalten nicht gut findet, bekommst du eine Abmahnung. Wenn du zum Beispiel ein urheberrechtlich geschütztes Foto veröffentlichst, kann der Urheber des Bildes dich abmahnen. Damit zeigt er dir, dass dein Verhalten falsch ist und weist dich daraufhin, das Bild nicht mehr zu benutzen. Wenn du oder deine Eltern eine Abmahnung erhaltet, sollten ihr euch fragen:

  • Ist die Abmahnung gerechtfertigt?

Manchmal schicken Betrüger gefälschte Abmahnungen und hoffen darauf, dass Leute nicht nachfragen und diese Abmahnungen zahlen.

  • Ist die Höhe der Abmahnkosten gerechtfertigt?

Wenn es um hohe Summen geht, können sich deine Eltern auch externen Rat holen, z.B. bei der Verbraucherzentrale oder versuchen eine Reduzierung zu erzielen.

Tipps bei Abmahnungen

Kontakt aufnehmen:

Versuche mit demjenigen Kontakt aufzunehmen, der die Abmahnung verschickt hat. Häufig lässt sich verhandeln, unter welchen Bedingungen die Abmahnung zurückgenommen oder die Abmahngebühren erlassen bzw. reduziert werden.

Sich auf Minderjährigkeit berufen:

Ob Eltern für ihre minderjährige Kinder haften, hängt davon ab, ob die Eltern ihre Kinder hinreichend darüber aufgeklärt haben, dass man keine Musik, Filme oder Games im Internet illegal tauschen oder downloaden darf. Wenn ihr überzeugend darlegen könnt, dass dir deine Eltern rechtzeitig und umfassend die Gefahren im Netz aufgezeigt haben, zum Beispiel mit Hilfe des Internetratgebers Netzdurchblick, dann müssen sie nicht haften.