Niemals ohne?!

Kennst du auch dieses Gefühl immer und überall erreichbar sein zu müssen? Natürlich sind Handys und Smartphones oft sehr nützlich, aber zu viel des Guten kann für dich und dein Umfeld auch Nachteile haben. Hier erfährst du etwas über die Gefahren des Dauerempfangs und was passiert, wenn aus dem Handy eine Sucht wird.

Willst du mehr wissen? Sogar Forscherinnen und Forscher beschäftigen sich mit der Handynutzung!

Finn und Farbod und das Smarthpone

Finn und sein Freund Farbod haben sich seit einem Jahr nicht gesehen, da Farbod nur in den Sommerferien zu Besuch ist. Sie haben sich eine Menge zu erzählen - könnte man meinen. Doch statt sich zu unterhalten, schaut Farbod ständig auf sein Telefon - im Supermarkt, beim Essen oder auf dem Weg zum Fußball. Finn ist davon langsam sehr genervt und spricht Farbod darauf an. Doch der antwortet nur: „Ich möchte nichts verpassen und schaue doch nur ganz kurz, hab dich nicht so“. „Dabei klingelt das Telefon doch, wenn es etwas Neues gibt“, denkt sich Finn. 

Handys und vorallem Smartphones machen uns das Leben in vielen Momenten angenehmer. Wir können uns mit Freunden verabreden, Videos schauen und sogar unterwegs online shoppen. Deshalb haben sie auch eine so große Suchtgefahr. Farbods Verhalten ist leider kein Einzelfall: 96% der deutschen Jugendlichen besitzen ein Handy, beinahe alles Smartphones, mit denen die Jugendlichen im Internet surfen. Viele Mädchen und Jungen würden lieber auf alles andere um sie herum verzichten, als auf ihr Telefon. Bei vielen geht es schon so weit, dass sie Angst davor haben, ohne ihr Telefon unterwegs zu sein. Forscher haben auch schon einen Begriff für dieses Verhalten: Nomophobia (No-Mobile-Phone-Phobia) - also die Angst, ohne Telefon zu sein.

Doch muss man denn gleich von Sucht sprechen, wenn sich jemand ein wenig öfter als die anderen mit seinem Handy beschäftigt? Die Experten sind sich noch nicht ganz einig darüber. Vielen Jugendlichen und auch Erwachsenen ist es einfach sehr wichtig, mit anderen Menschen regelmäßig Kontakt zu haben, um sich auszutauschen oder etwas über sich preiszugeben. Es gibt noch viele andere Gründe, warum Menschen ihr Handy so oft benutzen, z.B. wegen der Arbeit. Deswegen ist es schwierig, zu sagen, ab wann jemand abhängig von seinem Smartphone ist. 

Für Finn und Farbod ist die Sache nochmal gut ausgegangen. Farbod hat schnell erkannt, dass man den meisten Spaß mit seinen echten Freunden haben kann und nicht im Internet. Sie haben noch sehr spannende Sommerferien zusammen erlebt und ganz viel draußen unternommen, ohne das Handy dabeizuhaben. 

Wie sieht es bei dir aus?

Checkliste

Hier haben wir dir einige Punkte vorbereitet, damit du überprüfen kannst, ob du oder deine Freunde sich etwas zu sehr mit dem Telefon beschäftigen:

 

1. Dient das Handy nicht mehr nur als Hilfsmittel? Beispielsweise um eine Information herauszusuchen?
2. Schaust du oft grundlos auf dein Telefon?
3. Fühlst du dich unwohl, wenn dein Telefon ausgeschaltet ist oder bei dem Gedanken daran?
4. Wirst du ungeduldig oder gereizt, wenn nichts auf deinem Telefon geschieht?
5. Triffst du dich noch mit anderen Freunden oder kennst du sie nur noch aus dem Chat?