Werbung nur für dich

Was unterscheidet Werbung von personalisierter Werbung?

Werbung gibt es fast überall – auf Litfaßsäulen, in der U-Bahn, auf Plakatwänden, Anzeigetafeln, im Fernsehen, in Zeitungen und Zeitschriften, und, und, und. So natürlich auch im Internet. Doch im Internet ist sie anders – warum?

Auf Werbung an Litfaßsäulen, in der U-Bahn, auf Plakatwänden, auf den Anzeigetafeln werfen alle Menschen einen Blick drauf. Eine eindeutige „Zielgruppe“ kann so nur bedingt erreicht werden. Wenn du an Werbung vorbeiläufst, die ein Produkt bewirbt, was du nicht brauchst, zum Beispiel Haftcreme für dritte Zähne, wirfst du vielleicht einen Blick drauf, aber vergisst sie schnell wieder – wenn das Werbebild nicht irgendwie besonders ist.

Mit Werbung im Fernsehen, in Zeitungen und Zeitschriften kann sogar eine bestimmte Zielgruppe angesprochen werden: In Frauenzeitschriften ist Werbung auf Frauen zugeschnitten, und so weiter.

Im Internet aber kann die Zielgruppe noch viel genauer zugeschnitten werden – Werbung, die genau zu dir passt. Die Spielkonsole, bei der du neulich mal den Preis gegoogelt hast. Wird sie dir anschließend wieder und wieder als Reklame auf allen möglichen Internetseiten angezeigt? Das ist personalisierte Werbung – Werbung nur für dich gemacht. Je gezielter du angesprochen wirst, desto eher kaufst du das Produkt.

Wie funktioniert das?

Cookies (mehr darüber erfährst du hier) können genutzt werden, um zu verfolgen, was du machst – und so ein Profil von dir zu erstellen.

Cookies kann man aber schlecht abschalten, da man ohne sie ansonsten auf viele Websites oft nicht mehr zugreifen kann. Es gibt aber auch andere technische Möglichkeiten, dich zu erkennen und dir ein Profil zuzuordnen, zum Beispiel über bestimmte Merkmale deines PCs. Oder anhand von Programmen, die im Hintergrund laufen und die deine E-Mail-Adresse erkennen und zuordnen können, und so ein Profil über dich erstellen.

Wie kann ich Tracking verhindern?

Wie ist das bei Social Media?

Facebook, Instagram und andere soziale Medien haben es da viel einfacher – sie müssen gar nicht mehr im Hintergrund irgendwelche Cookies o.ä. einsetzen: Wir melden uns ja freiwillig mit unserer E-Mail-Adresse an und identifizieren uns damit klar. Die Plattformen müssen sich noch nicht einmal Mühe geben, um unsere Daten zu erfahren: Mit unseren Likes sagen wir selbst, was uns gefällt und was nicht.

So können soziale Medien uns gezielt mit Werbung bespielen, die uns am ehesten gefällt. Facebook und Co finanzieren sich schließlich aus Werbeeinnahmen – und je näher die Werbung an deinen Interessen ist, desto eher kaufst du beim Werbetreibenden ein und umso mehr verdienen die Plattformen an dir. Instagram hat zum Beispiel ein Feature, dass Werbeanzeigen, die du angeklickt hast, in deinen Einstellungen gespeichert werden.